• Neu
STINO - Von West nach Ost durch Berlin 1990, Antonio Porete
  • STINO - Von West nach Ost durch Berlin 1990, Antonio Porete

STINO - Von West nach Ost durch Berlin 1990, Antonio Porete

15157
16,00 €
Menge
Wird für dich bestellt

276 Seiten im Selbstverlag erschienen

Vorwort:

Liebe LeserInnen

Zwei Gesellschaften aus unterschiedlichen politischen Systemen trafen in Berlin 1990 nach der Maueröffnung unmittelbar aufeinander. Aus den Geschichten, die ich damals dort erlebt hatte, sollte ein Roman werden. Meine Lektorin meinte jedoch, dass dies keinesfalls ein Roman sei, sondern alles echt.
Wirklich alles echt? Vielleicht ohne, dass irgendetwas genau stimmt. Dialoge wurden beispielsweise nicht immer wortgetreu so gesprochen, wie von mir geschrieben. Ihr werdet selbst sehen, wie echt diese Geschichten sind und wie vieles davon Geister.
Habt Spaß mit oder Angst vor meinen echten und unechten Geistern, die vielleicht immer noch in Friedrichshain zwischen räumungsgefährdeten Häusern umherspuken und aus Knüppeln Bumerangs machen. Die Party der Elite ist zu Ende, mit und ohne Geister.

Ich wünsche meinen Schwestern und Brüdern, der Liebig34, dem Kiez und allen räumungsbedrohten Menschen viel Mut, Kraft und Inspiration.
Für eine bessere Welt – für alle.

----------------

Im Frühjahr 1990 macht sich der 25-jährige Abiturient Stino auf den Weg nach Berlin, um Philosophie und Informatik zu studieren. Die Stadt feiert euphorisch den Fall der Mauer, während er vergeblich nach einer Unterkunft sucht. Wegen zunehmender Wohnungsnot geht er nach Berlin-Friedrichshain und macht ein leer stehendes Haus zu seinem neuen Zuhause. Mit der Liebigstraße 34 wird Stino zu einem von mehr als 1000 Hausbesetzern, einer neuen autonomen Bewegung in der noch bestehenden DDR.

Es folgen unvermeidbare Konflikte mit Anwohnern, Behörden, Polizei, Faschos und auch innerhalb der Häuser. Lehrreiche Auseinandersetzungen tragen zu neuen Strukturen im Kiez bei, bis wenige Wochen nach dem Tag der Deutschen Einheit diese Entwicklung endet. Eine Polizeiarmee wird bundesweit zusammengezogen, um die besetzten Häuser der benachbarten Mainzer Straße zu räumen.