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30 Jahre Antifa in Ostdeutschland - C. Jänicke, B. Paul-Siewert (Hrsg.)

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Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung  - Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und Debatten.

ISBN: 978-3-89691-102-5

208 Seiten

Erschienen: 2017

Verlag Westfälisches Dampfboot

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Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt dieser Band nun erstmals sozial-, kultur- und geschichtswissenschaftliche Analysen. Forscher_innen und Aktivist_innen geben dabei Einblicke in persönliche Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und bewegungsinterne Debatten. Die Autor_innen widmen sich den Auseinandersetzungen mit der FDJ und DDR-Staatssicherheit, Raumaneignungen durch Hausbesetzungen und das ambivalente Verhältnis von Antifa-Gruppen in Ost- und Westdeutschland. Es werden biographische Aspekte sowie Verständnisse von Militanz rekonstruiert und eine raumtheoretische Perspektive vorgestellt. Weitere Beiträge besprechen das Theorie-Praxis-Verhältnis politischer Bildung, antifaschistische Gedenkpolitik und die Entstehung der Antideutschen. Abschließend werden Dissens und Chancen von zivilgesellschaftlichen Kooperationen beleuchtet.

Christin Jänicke

Christin Jänicke, Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin, ist an der Forschungs- und Dokumentationsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus des Moses-Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien in Potsdam tätig. Außerdem arbeitet sie als freie Journalistin und Bildungsreferentin. Arbeitsschwerpunkte: Politische Jugend- und Erwachsenenbildung, Digitales und informelles Lernen, Extreme Rechte und Rassismus.

Benjamin Paul-Siewert (Hrsg.)

Benjamin Paul-Siewert, Masterstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Studiengang Erziehungswissenschaft und wissenschaftliche Hilfskraft an der Prof. für Erwachsenenbildung / Weiterbildung und Medienpädagogik, Universität Potsdam. Arbeitsschwerpunkte: gewerkschaftliche und politische Erwachsenenbildung, Gewerkschaftsforschung, pädagogische Beratung, subjektwissenschaftliche Bildungstheorie, qualitative Forschungsmethoden.          

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